Heute möchte ich mal noch ein paar Worte verlieren zum Thema Autoleveling an eurem 3D Drucker. In meinen anderen Artikeln, habe ich bereits ein paar Worte dazu verloren. Zum Beispiel, wie ich das Thema an meinem Anet A8 gelöst habe. Dieser Artikel ist in gewisser Weise, ein Update. Dazu muss man natürlich sagen, ihr werdet es immer einfacher haben wenn ihr kein Autolevel verwendet. Ihr habt euer Hot-End, ihr habt vier Schrauben, damit ist dann alles bereits genannt was ihr braucht und beachten müsst um mit diesem Drucker oder ähnlichen Druckern relativ gute Ergebnisse erzielen zu können.

Hauptsächlich Komfort

Autolevel ist und bleibt nur Komfort der nicht zwingend notwendig ist und letztlich die Komplexität des Geräts erst mal steigert. Also bevor ihr euch einen Sensor zulegt, überlegt euch erst mal, ob er ihn wirklich braucht oder ob er einfach nur “nice to have” ist. Mit dem Sensor kommen nämlich automatisch Ansprüche an euer Verständnis mit, außerdem erst mal Arbeit und Geduld. Uns ist allen klar, dass wenn wir etwas verändern an unserem Drucker, dass wir dann uns ebenfalls auch eventuell mit den Einstellungen erst mal wieder beschäftigen müssen. Genauso trifft es auch auf das Autoleveling zu. Ich persönlich, habe einen Sensor, einen kapazitiven Sensor, für unter zehn Euro an meinem Drucker verbaut und komme bestens damit klar. Ein nicht mechanischer Sensor für zehn Euro ist natürlich jetzt nicht state of the Art auf seinem Gebiet. Wenn man das möchte, muss man schon das Zwanzigfache hinlegen. Da das natürlich dem Preis des Druckers übersteigen würde, gehe ich mal davon aus, dass das keiner möchte. Also gehen wir mal davon aus ihr holt euch auch einen Sensor für zehn Euro plus minus ein paar Euro. Diese Sensoren sind schon relativ genau, mehr als genauer als wir eigentlich benötigen, aber sie sind auch anfällig für Störungen. Bei einem kapazitiven Endschalter sprechen wir hier bei möglichen Störquellen von allem Möglichen. Dazu gehören elektrische Signale, Luftströmung, Temperaturunterschiede, Druckunterschiede. -Ja, dann haben wir so ziemlich alles an der Stelle wo wir es benötigen.

Aller Anfang ist schwer

Am Anfang hatte ich auch größere Schwierigkeiten damit klarzukommen. Ich denke nach so ungefähr 20 Druckvorgängen, alles vermeintliche Kleinteile, habe ich allerdings meine Einstellung gefunden wie ich auch mit diesen möglichen Schwankungen bei meinem Exemplar gut klarkomme. Zu aller erst versuche ich beim Leveling relativ konstante Bedingungen zu erzeugen. D.h. ich achte darauf dass die Lüfter aus sind, das hat Bett beim Leveling immer die gleiche Temperatur hat, und natürlich verändere ich auch Nix am direkten Umfeld vom Drucker was die Signalgebung direkt beeinflussen könnte. Das bedeutet zum Beispiel ich lege jetzt nicht unbedingt noch mein Handy oder andere Sachen die vielleicht reflektieren könnten in das Gehäuse vom Drucker, sondern beschränke mich einfach darauf dass eventuell mal eine Scheibe Glas oder eine andere Oberfläche mit Bluetape sich ändert. Also letztlich, die Fläche die ich bedrucke. Dem ein oder anderen ist das jetzt verständlicherweise zu anfällig, kann ich absolut verstehen. Wenn ihr dann auch noch immer auf die gleiche Fläche drucken wollt, dann lass es einfach bleiben. Ihr werdet in jedem Fall weniger Sorgen haben.

Fazit

Mein neues Fazit: wenn es nicht unbedingt notwendig ist, zum Beispiel weil es eurem Drucker schwer einzustellen ist, würde ich keine Automatisierung suchen für das Leveling. Mal vom initialen Aufwand abgesehen, schaffte euch damit nur eine zusätzliche Komplexität die nicht unbedingt sein muss. Noch mal, ich bin mit meinen Einstellungen und mit meinem billigen Sensor mittlerweile sehr zufrieden und wurde auch darauf nicht verzichten. Allerdings, die Zeit die ich investiert habe damit alles sauber und glatt läuft, teilweise auch die Kompromisse dich dafür eingehen muss, sind es in manchen Fällen einfach nicht wert. Da ich allerdings auch auf variable Oberflächen drucken möchte hat das sich für mich gelohnt. Aber auch hier sei gesagt, dass auch das möglich ist ohne Autoleveling. Zumindest bin ich davon überzeugt, ausprobiert habe ich es nicht. Letztlich sei es noch mal gesagt, überlegte gut, ob wir das wirklich braucht. Frohes drucken!