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Creality Ender 2 – mobiler 3D Drucker aus 2017

Seit ein paar Tagen steht hier ein Creality Ender 2 und ich kam noch nicht dazu, einen Artikel dazu zu schreiben. Das hole ich hiermit nach. Der kleine Ender 2 darf durchaus als kleinster Bruder des beliebten CR-10 angesehen werden. Mechanisch kommen teilweise die identischen Komponenten zum Einsatz. Elektronisch sieht es ähnlich aus. Hier mal ein Bericht zum Aufbau und zu den ersten Druck-Ergebnissen.

Prints als Timelapse

Technische Daten

Bauraum 150mm x 150 mm x 200mm (X,Y,Z)
Standard-Filament-Diameter 1,75mm
Material Ideal für PLA; ABS, Wood, etc. möglich
Geschwindigkeit Bis 200mm/s Herstellerinfo. Mein Tipp 80 mm/s
Schichtstärke 0,1mm mühelos
Modi Offline-Druck per SD; USB-Online; Wifi mit Octopi
Netzteil ab WerK: Extern und geschlossen, 12 Volt 12,5 Ampere
Display-Sprache: Englisch
Standard Nozzle 0,4 mm
Hotend MK8
Extruder-Prinzip Bowden-Extruder
Lieferung als Aufbau-Kit (Mechanik), fertige Verkabelung
Firmware Marlin
beheiztes Druckbett ja

Bestellen kann man den Ender 2 hier für derzeit 150 Euro. Das ist Etwas mehr wie für einen Anet A8 und das bei kleinerem Bauraum. Allerdings ist dieser Drucker sehr fix aufgebaut und besitzt für Drucker in diesem Preis-Segment sehr hochwertige Komponenten. Ich habe noch keinen Drucker gesehen unter 200 Euro, der gleichwertige Komponenten verbaut hat. Das Pulley-System und die Profile sind identisch zum Creality CR-10. Ich habe jetzt schon einige kleinere Teile auf dem Ender 2 gedruckt und kann sagen, er druckt sehr gut mit PLA und es gibt keine notwendigen Modifikationen für Stabilität oder wiederholbare gute Ergebnisse, die notwendig wären. Durch das Design ist der Drucker auch mal fix mitgenommen oder verstaut. Neben den Komponenten war das der Anschaffungsgrund für mich. Den Ender stellt man auch mal in den Schrank und dann wieder fix auf den Schreibtisch J Wenn man kein Poweruser ist, weniger Platz hat ist dieses Gerät wirklich eine gute Wahl.

Unboxing und Aufbau des Creality Ender 2

Ich hab nun schon einige Drucker aufgebaut, für mich war das in ca. 45 Minuten erledigt trotz „schwäbischer Sorgfalt“ J. Das Paket war kleiner als erwartet als es angekommen ist. Ich hab eigentlich einen größeren Karton erwartet:

13 Tage war der Drucker diesmal unterwegs. Das ist für China wirklich in Ordnung.

Der Karton war sehr ordentlich außen. Innen wie von bereits mehreren Creality-Druckern gewohnt ebenfalls:

Gleich geht der Spaß wieder los 🙂

Alles ausgepackt. Das sind die Teile aus dem Paket des Creality Ender 2. Alles ordentlich verpackt. Auch an den Komponenten gab es nichts auszusetzen. Bett und Gewindestange waren kerzengrade. Diese war zum Schutz beim transport im Alu-Profil verstaut – clever!

Es war wirklich alles sehr ordentlich verpackt. Da hat jemand mitgedacht. Auch die Stange für die Gewindestange war clever und gemantelt innerhalb einer der Alu-Profile verstaut. Alle Päkchen waren beschriftet und das Zubehör wie bei Creality gewohnt etwas besser im Vergleich zu einem Anet A8. Wer mal den Kabelzwicker vom Anet A8 in der Hand hatte, weiß was ich meine 😀 Wichtiger aber noch, die Teile an sich waren von wirklich guter Qualität. Nix krumm, nichts locker. Die Verkabelung ist ordentlich.

Der Aufbau hat wie bereits erwähnt knapp 45 Minuten gedauert, bei dem ich mir wie gewohnt Zeit gelassen habe.

Eine Seltenheit die mich erfreut hat. Fixierte Muttern am Schlitten für das Heizbett ab Werk. Praktische Sache.

Da wackelt nichts. Wie beim Creality CR-10 ist der Creality Ender 2 mit 2040 V-Slot Profilen aus Aluminium konstruiert und mit Winkeln verstärkt. Dem Acryl von einem Anet A8 und anderen Druckern wie von Tronxy deutlich überlegen.

Fertiger Creality Ender 2

Der fertig aufgebaute Creality Ender 2. 45 Minuten hat es gedauert. Die Bauform ist wirklich mobil und der Drucker kann auch mal schnell wieder im Schrank verschwinden. Das externe Netzteil ist dazu die ideale Lösung.

Das Display des Ender 2 ist etwas kleiner im Vergleich zum Creality CR-10. Dafür ist es aber auch feiner aufgelöst gefühlt. Guter Kontrast und klar ablesbar, völlig in Ordnung.

Lautstärke

Besonders leise ist er nicht der Ender 2. Allerdings auch nicht lauter als ein Creality CR-10 oder ein Anet A8. Im Schnitt bin ich mit dem Handy als Messgerät auf ca 63 Dezibel gekommen. Das ist in Ordnung. Auf dem Bild sieht man auch schön nochmal die Propotionen des kompakten Designs, was der Kaufgrund für mich war. Links im Bild ist ein Iphone 6s plus

Der erste Druck

Nachdem ich das Bett noch schnell gelevelt habe ging der Druck los auf der mitgelieferten „China-Buildtak“. Ich hab zum ersten mal auf so einer Pappe gedruckt. Naja, hat gut geklappt.

Auf dem folgenden Bild seht ihr das fertig gedruckte „Creality-Kätzchen“ das auf der SD-Karte als GCODE mitgeliefert wird. Den Inhalt der SD-Karte findet Ihr übrigens auch in den Downloads.

Der erste Druck war wie erwartet völlig zufriedenstellend. Die Creality-Katze ist jetzt nicht das schwerste Modell. Aber die Oberfläche zeigt dieser Drucker kann mehr und ist bei diesem Modell zumindest genauso präzise wie ein Creality CR-10. Für 150 Euro ist das Ergebnis durchaus beachtlich.

Das Kätzchen ist wie erwartet sehr ordentlich vom Creality Ender 2 gedruckt worden. Ich konnte keinen Unterschied erkennen zum Kätzchen vom CR-10. So hatte ich mir das vorgestellt. Nachdem das Kätzchen fertig war, habe ich noch die Motorhaube aufgemacht..

Die Elektronik

Unter der Haube hat der Creality Ender 2 ein Melzi-Board mit Marlin. Einige Anschlüsse sind noch frei und es sollte möglich sein einen Bauteil-Lüfter zu montieren. Da das Hot-End identisch ist zu dem des CR-10, können auch die Fan-Mods von diesem angebracht werden.

Das Melzi-Board des Ender 2. Gegenüber dem Anet A8 ein deutlich hochwertigeres Board. Ordentlich Heatsinks, einstellbare Steppertreiber und bereits ab Werk sauber verkabelt. Für Technik-Laien ideal.