3D Drucker kosten Geld, ohne Frage. Inzwischen sind aber gerade 3D Drucker aus China sehr erschwinglich geworden. Diese bekommen außerdem immer mehr sehr gute Bewertungen wie man in den Reports dieses Jahr sehen konnte. Abstriche macht man natürlich im Service, aber das ist auch nicht die Zielgruppe für das noch innovative Thema 3D Druck. Bei 3D-Druckern aus China punkten neben Leistung ganz besonders die Preise in EUR und eben nicht der Service nach dem Kauf. -Besonders die Preise  für neue Modelle im FDM Verfahren. Hier halten sich die Kosten in Grenzen im Vergleich zu den anderen Technologien. Hat man die Wahl zwischen Harzen oder Filamente zu drucken, ist letzteres sicherlich die günstigere Lösung. Auch das Optimieren des Druckers erfreut sich großer Beliebtheit. Das kann man gut sagen in Zeiten, wo man für Smartphones wieder über 1000 EUR bezahlt. 2007 lässt grüßen.

Die reinen 3D Drucker Kosten

Aktuelle 3D-Drucker Einsteiger-Modelle kosten inzwischen weniger als 150 Euro. Das ist vergleichbar mit der Preis Inflation der Computer in den 90ern. Beispiele dafür findet Ihr hier in der Übersicht und den Reviews, sowie diversen Testberichten im Blog. Das Bild das sich daraus ergibt ist ein starker Kontrast zu den Produkten der großen Player. Für Geräte beim Lasersintern oder der klassischen Stereolithografie werden schnell ganz andere EUR Beträge fällig.

Übliche 3D Drucker Kosten - auch nur ein Auto

Sehr gute 3D Drucker kosten bereits nur 300 Euro

Dann steht der 3D-Drucker zuhause aber laufende Kosten sind natürlich zu erwarten. Wie viel in EUR, hängt ganz davon ab was und wie viel Ihr macht. Das ganze ist im Kosten-Zusammenhang sehr gut vergleichbar mit einem Auto. „Achtung, jetzt kommt es“ 🙂

Filament

Material – Das sind die offensichtlichsten Kosten am 3D Drucker. Wenn Ihr günstiges Filament tankt im Bereich von 10-20 EUR, quasi das „E10 mit 95 Oktan“, und eine jährliche Laufleistung von 10 Kilometern (ca. 30 Kilogramm) habt, dann könnt Ihr mit Kosten für Filament im Bereich zwischen 300 und 600 EUR rechnen. Ich behaupte mal 30 Kilogramm Material ist aber schon sehr viel und deutlich über dem Durchschnitt. Das wären mehr als 2 Kilogramm Filament im Monat. Gehen wir mal davon aus Ihr seid nicht jeden Tag 60 Kilometer im Berufs-Plastik-Verkehr unterwegs (nein!, nicht was Ihr denkt) und kommt deshalb auf immer noch stolze 5 Kilometer dann langen Euch bereits 150 EUR im Jahr für den Plastik-Verkehr. Natürlich kommt es auch drauf an, was für einen Extruder Ihr fahren lasst und ob dieser nur ein 1-Extruder oder ein V8 mit Multi-Einspritzung ist. Aber Vorsicht, auch die Single-Einspritzer sind ordentlich durstig. Druckt Ihr die Bullen-Variante mit dem dicken E3D Volcano und 1mm PS auf der Nozzle, dann könnt Ihr der Tanknadel auf dem Extruder natürlich zugucken wie Sie sich dreht. Und kauft man das Filament auf Amazon kann man ähnliche Sprünge beobachten im Preis wie auf der Preistafel an der Tankstelle. Man sollte überlegen welches Modell man über das Druckbett fahren möchte.

Premium Filamente im Tank eures 3D-Druckers

Natürlich sieht die Kosten Position für Kunststoffe schnell anders aus wenn Ihr mit eurem 3D-Drucker Premium-Filamente tankt. Für eine Füllung „ColorFabb-Ultimate“ tankt Ihr bereits über 40 EUR pro Kilogramm. Da bringt Euch an der Kasse dann auch die Clubsmart-Karte nichts und es gibt zum Jahresende keine Sport-Tasche als Payback für euren Spulen-Verbrauch. Dafür bekommt aber nicht unbedingt den besseren Service vom Hersteller. Natürlich hat dieses Material dann deutlich bessere Bewertungen, sonst würde das nicht funktionieren. Für gute Druck-Ergebnisse ist man aber nicht von dieser Art Filamente abhängig. Auch zu einem guten Preis lassen sich schon gute Filamente mit guten Bewertungen kaufen. Und es kommen immer Neue mit ordentlichem Preis dazu. Ein Test lohnt sich da fast immer und für einen praktischen Einsatz bzw. Druck reicht es oft aus das günstigste Filament für teilweise nur 10-15 EUR zu kaufen.

Wartung und Betrieb

Gute Nachrichten. -Ihr müsst mit eurem 3D Drucker nicht zum TÜV und einen Abgas-Skandal müsst Ihr auch keinen erwarten, solange Ihr nicht mit ABS-Filament druckt. Wenn Ihr beim Material auf PLA setzt, braucht Ihr nicht mal einen Partikel-Filter und habt auf Lebenszeit die Umwelt-Plakette dank Bio-Kunststoff sicher. Gutes Material. Natürlich steuerbefreit. Bei gewerblicher Nutzung sogar mit optionalem Umsatzsteuer-Erlass. Hier kann der 3D Drucker also ordentlich Punkten gegenüber dem Pendant auf 4 Rädern. Auch die Ersatzteil-Kosten am 3D Drucker halten sich in Grenzen. Die übliche Riemen-Bremsanlage ist sehr verbreitet und neue Brems-Riemen bekommt Ihr bereits für unter 10 EUR pro 5 Meter. Natürlich habt Ihr dann die ATU-Variante und nicht das Premium Ersatzteil von eurem empfohlenen Service Partner. Aber auch hier gibt es günstige Ersatzteile mit guten Bewertungen. Es muss jeder entscheiden was er will und braucht. Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, sich die Bremsbo-Keramik-Riemenanlage an die X-Achse zu montieren wenn diese zu einem Fiat A8 gehört. Bei einem Creality Golf Ender 2 wird das ganze schon Etwas sinnhafter und bei einer CR-10-Klasse ist es sicherlich eine Überlegung wert. Die Qualität schwankt wie der Preis bei dieser Technologie. Neue Modelle bei 3D-Druckern aus China bringen derzeit meist nur neue Qualitäts-Verbesserungen für bessere Bewertungen. Ein Unterschied zum Auto. Hier wird der Preis aktuell meist nur noch über Features und neue Computer bestimmt.

neues Nozzle Endrohr für euren 3D-Drucker

Ein neues Endrohr wird ab und zu mal fällig. Zwar seid Ihr gegen Rost weitest gehend abgesichert, aber die Kilometer reiben am End-Nozzle. Gängige MK8-Nozzle oder eine Ersatzdüse für ein E3D-V6 halten sich aber in Grenzen im Bezug auf Beschaffungskosten. Wenn man nicht unbedingt auf das Original Marken Endrohr für sein Plastik besteht, kommt man oft mit 10-25 EUR zu Recht für einen Klon aus China. Im Test schneiden diese meist genauso gut ab. Auch die Montage könnt Ihr mit üblichem Werkzeug selber vornehmen. Da ist es egal ob ihr einen Porsche, Mercedes oder den Prusa Logan euer Eigen nennt. Mit längeren Lieferzeiten muss man nicht rechnen da man Ersatzteile meist im Inland bekommt. Beim großen Fluss bestellt ist das benötigte Bauteil oder Ersatzteil meist am nächsten Tag schon da.Ganz wie beim Auto. Ein paar EUR mehr werden bei Bestellungen im inländischen Shop allerdings fällig.

Wenn Ihr abrasive Filamente mit Wow-Effekten tankt, solltet Ihr allerdings in eine ordentlich Hotend-Anlage investieren mit Edelstahl-Endrohr. Micro-Swiss ist hier eine gute Wahl und sehr beliebt in der 3D Drucker Tuner-Szene. Keine Bange, die Kosten sind erschwinglich und wenn Ihr eure Liebste einen Abend mit Spaghetti und Tomatensoße verwöhnt statt zum Italiener zu gehen, dann habt mindestens einen Höhepunkt sicher.

Sich ein monatliches Budget von 10 EUR einzuräumen ist sicherlich angemessen und völlig ausreichend für übliche 3D Drucker aus China. Das macht im Jahr also 120 EUR aus. Dank viel Druck im Test komme ich damit nicht hin, aber im normalen Gebrauch ist das ein realistischer Preis.

Kosten für 3D-Drucker Software

Auch der Preis für Software hält sich stark in Grenzen. Selten muss man hier wirklich was kaufen. Das hängt natürlich aber wieder vom Modell ab das Ihr fahrt. Wir betrachten hier das für den Privatmann interessante FDM Modell. Hier zahlt man keinen hohen Preis für gute Software. Gutes Verfahren! Simplify3D also semiprofessionelle Lösung für FDM ist hier zwar eine gute Option die man kaufen muss, aber mit bisher 150 EUR einmaligen Kosten ist auch das zu verkraften. Die guten Bewertungen sprechen jedenfalls dafür den Computer damit auszustatten und im späteren Einsatz freut man sich über die Sonderausstattung wie vierrädrigen Pendant. Ansonsten ist Open-Source ganz stark und der Druck ist auch für lau statt EUR möglich. Nun gut, wir hatten ja die laufenden Kosten für Filamente, das langt ja auch.

Kosten für 3D-Modelle

Bei den Kosten für 3D-Modellen verhält es sich ähnlich wie bei der Software auf dem Computer. Es gibt zahlreiche Modelle zum freien Download mindestens für den privaten Druck. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Kommentare und Bewertungen der 3D-Modelle in Thingiverse und Co. Wer gerne eigene 3D-Modelle erstellen möchte bekommt mit Fusion 360 Software über den Test hinaus. Autodesk bietet (Auto, haha) mit Fusion 360 eine professionelle Software die für die Erstellung mechanischer 3D-Modelle für das FDM Verfahren vollkommen ausreicht. Für Start-Ups und Heimanwender werden hier 0 EUR fällig. So hat man immer genug im Petto für den nächsten Druck.

Kommerzielle 3D-Modelle gibt es zwischenzeitlich ebenfalls wie Sand am Meer. Die Preise bewegen sich hier von wenigen Euro bis in den höheren 3 stelligen Bereich. Auch hier muss jeder selber entscheiden welcher Preis einem ein Druck wert ist. Oftmals gibt es bei den kommerziellen 3D-Modellen aber ein Modell zum Test und erst wenn man das komplette Paket möchte zahlt man den vollen Preis.

Kosten für Strom

Neben den anderen Positionen werden auch ein paar EUR für Energie fällig. Zwar geht es auch hier ans Geld, aber auch diese Kostenposition ist recht überschaubar verglichen mit anderen Hobbys oder dem 4 rädrigen Gefährt. Bei durchschnittlichen 250 Watt Stromverbauch kann sich hier jeder seine eigene Preiskalkulation machen. Netto gesehen liegt der 3D-Drucker beim Strom gerade Vorne, aber das wird sich auch ändern in den nächsten Jahren.